Fruktan för dig tränger sig in; bränner mitt skinn.

Bin nun seit einem Tag wieder In G. und die anfängliche Abneigung, war schon während der Bahnfahrt verschwunden. Naja….die Motivation ist aber auch schon wieder weg – es ist, wie als würde dieser Ort das Leben aus mir saugen. Nun gerade gehts aber doch besser, nachdem ich wieder komplett random geheult hab. Evtll, hab ich das hier ja verlinkt (bin gerade zu faul, zu gucken: http://hyperboleandahalf.blogspot.de/2013/05/depression-part-two.html

Sie schreibt: „I call this emotion „crying“ and not „sadness“ because that’s all it really was. Just crying for the sake of crying. My brain had partially learned how to be sad again, but it took the feeling out for a joy ride before it had learned how to use the brakes or steer.“

Und das hab ich seit über einer Woche auch. Ich hab einen Abend einfach random geheult und danach waren die Dinge alle auf einmal wieder ziemlich gut. An sich ist das irgendwie unangenehm, denn ich hab Angst, dass irgendwer merkt, das sich heule oder es gerade getan hab und dann fragt, was denn los sein. Was soll man dann antworten?: „Es kam plötzlich Salzwasser aus meinen Augen und ich dachte ich hyperventiliere gleich noch ein bisschen dazu. Einfach so.“?
Jeder, inklusive mir, würde denken, ich sei wirr.

Vor einem Jahr hat mir der weise Mann gesagt, ich seie kindisch und wisse nicht wie hart das Leben sei – in meiner damalig-depressiven Situation war das der letzte Tropfen in das übervolle Fass und ich hatte irgendwas in der Art eines Nervenzusammenbruchs. Seitdem herrscht in etwa die Situation, wie sie Hyperbole in ihrem Artikel beschreibt: das Nichts. Nicht mehr traurig….aber auch nicht mehr froh. Einfach nichts mehr.

Vor 3h hab ich dem weisen Mann geschrieben, was er vor einem Jahr ausgelöst hat, um dann noch etwas mit ihm zu quatschen. Und währenddessen hab ich einfach ein wenig vor mich hingeweint – ka warum, aber ich sehs nicht als was schlechtes. Eher wie ne Art Entgiftung.
Er will mich im März besuchen. Freu mich drauf.

Jetzt sitz ich hier und hoffe, dass meine Augen nicht zu rot aussehen, um nochmal einkaufen zu gehen und ich hab auch wieder Lust zu zeichnen oder sonstwas zu machen. Der Druck ist weg und soziale Interaktion geplant.
Ich glaub, ich bin etwas traurig, dass es nicht mit den Leuten aus Berlin geklappt hat, die ich als potenzielle, neue soziale Kontakte im Auge hatte. Muss halt schauen, dass ich wen neues finde.

Und vll wird alles wiederkommen und die Welt wieder bunter.

Tomheten är allt jag har
Besvikelsen är allt som du lämnade kvar
Du bröt ditt löfte till mig
Och mitt hjärta frös ihjäl
I evig vinter dväljs jag
Med kall och plågad själ