Er war ein Egoist und sich von ihm zu trennen eine gute Sache. Ich hasse und hasste ihn für seine Art, aber letztendlich…..bin ich nicht bessser. Dass mein Leben schön ist erzähl ich dir oft und gern und es ist bei weitem nicht gelogen. Aber es ist irgendwie nicht echt.
Irgendwer hat mal gemeint ich seie egoistisch. Es hat mich schockiert und beschämt und mich sofort dazu bewogen was zu ändern….was ich dann auch getan hab. Das dachte ich zumindest und als der Zweite meinen Egoismus ansprach, fiel ich in ein tiefes Loch. Naja, es ist nun ein Jahr her und heute kommt wieder mein Vater zu mir mit den immer gleichenVorwürfen: zu herzlos, zu kalt, zu egoistisch und mein umfeld interessiere mich eh nicht. Dann natürlich noch ein paar tolle Einschätzungen meiner selbst…als Beispiel wähle ich die Zugfahrt nach Sylt bezüglich der Kur. Im Internet gabs ne Verbindung, aber ich würde gern am Montag persönlich mit nem Bahnangestellten reden (Streiks, Fahrt mit Bus und so). Dann meinte meine Mutter noch sie könnten mich ein Stück mit hoch nehmen, weil sie ja eh Ostseeurlab machen. Wir hatten dann heute aber beschlossen es wegen diversen Gründen doch eher zu lassen.
Heute durfte ich mir dann anhöhren dass ich -typisch für mich- die Zugfahrt noch schnell di Nacht vor der Abfahrt plane und dann eine Stunde bevor es losgeht auf die Idee komme zu packen. Wie ich halt so bin. Was ich aber nicht bin, ist dankbar dafür dass meine Eltern mich ein Stück mit dem Auto mitnehmen würden.
Zugegeben….meine Eltern haben nicht viel Teil an meinem Leben, aber so verletzend wie das für sie ist, ist es für mich verletztend ständig hören zu müssen “Das schaffst du eh nicht.” und dass ich für nix dankbar bin. Soll ich jedes mal Konfetti werfen, durch die Gegend springen und dann ne Dankesrede halten?!
In der letzten Zeit ist so viel Gutes passiert…..die Prüfungen sind gut geschafft, ich werde studieren, wir haben die Kur bekommen…..und sie haben mir gehlofen und natürlich bin ich dankbar. Als ich in Frankreich war, hab ich Mama gesagt sie soll die zweite Bewerbung abschicken, falls auf die erste ne Absage folgt und sie könne diesbezüglich auch Post von mir öffnen. Mama hat das gemacht und sogar noch ein paar verwaltungstechnische Dinge mehr und mir damit einiges abgenommen. Und ich hab ihr gesagt, dass ich das ganz toll finde, wie sie sich darum gekümmert hat.
Gestern war ich mit ihr Shoppen und sie hat -was mich wunderte- einiges springen lassen. Es war ein sehr schöner Tag und ich hatte richtig Freude daran mit ihr zusammen was zu unternehmen.
Und jetzt?! Ich soll mein Zimmer aufräumen und alles vorbereiten, wenn ich dann doch in ein Wohnheim ziehe. Ja es sihet schlimm aus in meinem Zimmer, aber da ich eh aussziehe, wird das auch alles gemacht und altes Zeug weggeschmissen. Ich sag zu ihr, dass ich noch ein paar Bilder zuende gucke und dann anfange. Sie hat sich neben mich gesetzt, gesagt dass sie erste geht wenn ich anfange und wollte sehen was ich da aufm PC angucke. Eswar nix schlimmes aber ich wollts ihr auch nicht zeigen…..ist doch mein Ding bzw meine Privatsphäre. Ich bin dann auch etwas sauer geworden, hab ihr den Scheiß gezeigt, hab sie gefrragt, ob sie jetzt zufrieden ist und dann ist sie gegangen. Irgendwann kam dann mein Vater rein und hat mich vollgesaut, warum ich meine Mutter schlecht behandel und Egoismus und Unfähigkeit und das Letzte…..und….steht ja oben.
Ich kann und weiß nicht mehr weiter. Soll heißen ich gebe mich endgültig geschlagen. Er hat teilweise recht, aber teilweise eben auch nicht, aber das kann ich ihm nicht klarmachen. für mich ist im Selbstmitleid versinken und rumheulen keine Optition mehr. Sollte wieder mal so ne Diskusion sein, sag ich einfach ja und Amen. anders sehe ich keinen Weg. Emotional uf Dinge zu reagieren ist nicht mein Ding und auf Menschen zugehen und mit ihnen interagieren auch nicht. Aufgeschlossen, hilfsbereit, fröhlich, nett…..habs alles versucht und genützt hat es nichts. Ich kann Gefühle nicht herzaubern und ein Heuchler bin ich auch nicht…..das ist Lügen für mich.
Freunde akzeptieren einen für das was man ist. Deshalb sind es Freunde. Mein Vater meint Freunde werde ich auf kurz oder lang verlieren und wer einen charakter wie meinen akzeptiert, kennt mich entweder nicht richtig oder ist dumm. Er sagt, er wird es nicht so akzeptieren und das dürfte man auch nicht.
Dann sei es so. Ich hab mir Mühe gegeben auf meinem Weg ein besserer Mensch zu werden. Scheinbar war es nicht genug.
Ich hab keine Lust mehr. Ich geb auf….